Parkett - ein gutes Stück Persönlichkeit!

Wissenswertes über Einbau und Pflege

Mit der Entscheidung für Parkett treffen Sie eine gute Wahl. Sie wählen ein Qualitätsprodukt, welches sich durch seine zeitlos schöne Eleganz, seine Langlebigkeit und leichte Pflege im besonderen Maße auszeichnet. Damit Ihre Freude recht lange andauert, beachten Sie bitte die Hinweise dieser kleinen “Info-Broschüre”.

Parkett, ein Juwel unter den Fußböden
Parkettfußböden - Sinnbild für behagliches und gesundes Wohnen - sind zeitlos wertvoll.
Parkett strahlt Gemütlichkeit und Behaglichkeit aus. Durch verschiedene Holzarten, Farben und Dekors können Sie Ihre Vorstellungen und Ideen voll verwirklichen, egal ob Sie rustikal, modern oder eher klassisch eingerichtet sind.

Ein Parkettboden eignet sich besonders bei Altbaurenovierung. Denn er wird vom Fachmann auf die jeweilige Höhe angepasst. Und mit einem Parkettboden holen Sie sich ein “Stück Natur” in Ihre Wohnung.

Was Sie vor der Verlegung beachten sollten


Rechtzeitige Entscheidung
Es gibt zahlreiche Parkettböden, die in der Konstruktion und den Dessins verschieden sind. Daher ist es erforderlich, dass Sie sich rechtzeitig entscheiden. Berücksichtigen Sie dabei, dass es verschiedene Konstruktionshöhen gibt. Es gibt Parkettböden zwischen 8 und 32 mm Dicke. Wichtig ist hierbei der fachgerechte Anschluß an vorhandene Bodenbeläge, oder auch der richtige Parkettboden für den speziellen Unterboden (z.B. Heizestrich oder alte Nutzböden). Parkettböden können auf fast allen DIN-gerechten Unterböden verlegt werden.

Lassen Sie sich vom Fachmann beraten!
Bitte achten Sie darauf, dass die heutigen Möglichkeiten - gemeint sind kurzfristige Fertigstellungstermine - eventueller zusätzlicher Abdichtungsmaßnahmen an Untergründen bedürfen. Unser Naturprodukt Holz reagiert, aufgrund seiner spezifischen Eigenschaften, wenn Restbaufeuchte nicht ferngehalten wird.

Der Verlegetermin naht

Der geplante Verlegetermin sollte dem Parkettleger rechtzeitig bekannt sein, damit beizeiten disponiert werden kann. Bei Planung des Verlegetermins ist dringend erforderlich, dass alle Vorleistungen erfüllt sind. Während der Parkettarbeiten können keine Handwerkskollegen anderer Gewerke im Raum hantieren.

Klimaverhältnisse beachten! Raumtemperatur nicht unter 15 Grad Celsius, Luftfeuchte zwischen 50 und 55%, mit Restbaufeuchte rechnen.

Die Prüfung der Untergründe auf Verlegereife erfolgt durch den Fachverleger im Rahmen seiner vorgegebenen Prüfungspflichten. Bei Bodenheizungen sind die Vorschriften hinsichtlich Trockenzeiten und Aufheizungsmaßnahmen zu beachten.

Auf Leitungen in Bodennähe und Ihnen bekannte Überstärken des Estrichs weisen Sie bitte den Parkettleger hin.

Bei Anhydritfließestrich ist es wichtig, dass die entsprechenden Vorbehandlungen (abschleifen, bürsten, usw.) rechtzeitig von dem Estrichleger gemacht wurden.

Verbieten Sie in Ihrem Bauvorhaben die Verwendung von silikonhaltigen Dichtungsmitteln durch Maler, Glaser, Fliesenleger, Schreiner usw., um Schäden am Boden, insbesondere auf der Versiegelung zu vermeiden. Silikonflecken auf Parkett sind unansehnlich und kaum zu beseitigen. Am besten sollten Dichtungsmassen auf Acrylbasis verwendet werden.

Nach Fertigstellung des Parkettbodens wird dieser umgehend vom Auftraggeber abgenommen. Dies ist wichtig für die Gewährleistung.

Der optimale Nutzungsgrad durch die richtige Oberfläche


Versiegelte Parkettböden
Die Versiegelung, die heute überwiegend aus umweltfreundlichen Materialien besteht, schützt die Oberfläche des Parkettbodens, verhindert das Eindringen von Schmutz und erleichtert wesentlich die Reinigung und Pflege.

Nicht “Nässeschutz” aber “Feuchteschutz” wird durch die richtige Versiegelung erreicht. Der Boden wird deshalb nicht nass gewischt, sondern feucht gereinigt.

Das Aufbringen der Versiegelung erfolgt im Gegensatz zu Fertigparkett in herkömmlicher, also manueller Weise. Eingeschlossene Staubpartikel, oder sonstige, nicht das Gesamtbild störende, kleine Unregelmäßigkeiten, können auftreten. Auf die Lebensdauer des Lackes hat das keinen Einfluss.

Durch Nutzung und Waschpflege tritt meist schon kurzfristige Abhilfe ein.

Gewachste/geölte Parkettböden
Stark beanspruchte Parkettböden (öffentliche Gebäude, wie Schulen, Museen, Theater usw.) sollten möglichst nicht versiegelt werden. Hier erfolgt der Oberflächenschutz durch Kalt/Warmwachsen, Heißeinbrennen oder Ölen. Der Fachmann berät Sie und empfiehlt die richtige Art des Oberflächenschutzes.

Was Sie nach der Parkettversiegelung beachten sollten

Frisch versiegelte Böden nicht zu früh begehen.


Denken Sie daran: Egal welche Versiegelungstype Sie gewählt haben, die maximale Durchhärtung tritt in der Regel erst nach einigen Tagen ein.

Je mehr das Parkett in den ersten Tagen nach dem Versiegeln geschont wird, desto größer ist die Lebensdauer der Versiegelung. In dieser Zeit darf das Parkett lediglich trocken gereinigt werden.

Die Pflegeanweisungen, welche Ihnen der Parkettleger übergibt, sollten Sie beachten, damit Sie die Gewährleistungsansprüche nicht verlieren.

ACHTUNG: Belegen Sie Ihren neuversiegelten Parkettboden erst nach ca. 14 Tagen mit Teppichen.

Reinigung und Pflege von versiegeltem Parkett

Schonzeit

Frisch versiegelte Parkettflächen sollten 8-12 Stunden trocknen, bevor sie begehbar sind. Die ersten 14 Tage das Parkett nur schonend benutzen! Möbel vorsichtig hinstellen, nicht schieben, Boden noch nicht mit Teppichen belegen. Noch keine Reinigung mit Wasser.

Dies gilt nicht für Fertigparkett, da hier die Versiegelung in der Fabrik aufgebracht wurde und inzwischen ausgehärtet ist.

Nach 14 Tagen kann das Parkett mit entsprechenden Pflegemitteln behandelt werden. Diese sind hauchdünn mit einem trockenen Lappen gleichmäßig auf den Boden aufzutragen. Starke Verschmutzungen, wie Gummistriche (von Schuhabsätzen) werden durch intensives Ausreiben beseitigt. Bei der laufenden Unterhaltsreinigung können entsprechende Pflegemittel dem Wischwasser in einer bestimmten Dosierung (je nach Produkt) zugesetzt werden.

Bei bestimmten Räumen (Turnhallen, Veranstaltungssälen) werden entsprechende rutschhemmende Pflegemittel gefordert. Eine normale Wachspflege muss unterbleiben.

Häufigkeit der Reinigung und Pflege
a) Mäßig beanspruchte Böden in Wohnungen je nach Bedarf, etwa alle zwei Monate
b) mittelstark beanspruchte Böden (Treppen, Korridore, Büroräume) alle zwei bis vier Wochen
c) stark beanspruchte Böden (Gaststätte, Schulen, Ladengeschäfte) alle acht bis vierzehn Tage
d) meistbeanspruchte Stellen vor Türen, Aufzügen und auf Fluren evtl. häufiger pflegen. Es soll stets ein hauchdünner Wachsfilm vorhanden sein.

Grundreinigung
Eine maschinelle oder manuelle Grundreinigung ist nur dann nötig, wenn der Boden starke, festhaftende Verschmutzungen aufweist, die sich bei der Unterhaltsreinigung nicht mehr entfernen lassen. Für diese Grundreinigung sind entsprechende Wachsentferner erforderlich, die die alten Wachsschichten und Verschmutzungen anlösen. Bei der Reinigung den Boden nicht mit Wasser überschwemmen, da sonst Schäden durch Holzquellung entstehen können. Deshalb die Reinigungslösung sofort wieder aufnehmen.

Anschließend sind die Böden, wie bei der Erstanwendung, wieder zu pflegen.

Besonders stark beanspruchte Stellen sind gegebenenfalls rechtzeitig nachzuversiegeln.

Reinigung und Pflege von gewachstem und geöltem Parkett

Die Grundreinigungsmittel empfiehlt der Fachmann.

Kein Wasser oder wasserhaltiges Pflegemittel verwenden. Gewachste oder geölte Parkettböden erfordern wiederholte Wachspflege mit pastösem, evtl. terpentinhaltigem Wachs.

Hartnäckige Verschmutzungen sind mit feiner Stahlwolle oder Reinigungs-Pads zu entfernen.

Quelle: Zentralverband Parkett und Fußbodentechnik, Bonn